Die Gruppe der Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern, kurze EMAH genannt, ist eine rasch wachsende Patientengruppe mit sehr unterschiedlichen Problemen. Aufgrund der extremen Verbesserungen in der Versorgung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern ist die Überlebenswahrscheinlichkeit in den letzten Jahrzehnten auf über 90% gestiegen. Damit wird die EMAH-Gruppe von Jahr zu Jahr rasch größer. Momentan geht man nach Schätzungen von etwa 200.000 Betroffenen in Deutschland aus, genaue Zahlen liegen hierzulande aber nicht vor. Dies ist auch dadurch begründet, dass viele Heranwachsende nach dem 18.Lebensjahr keine qualifizierte Versorgungstruktur vorfinden und dadurch eine mehr oder weniger große "Dunkelziffer" an Betroffenen vermutet wird. Des Weiteren existiert hierzulande noch keine verlässliche statistische Erfassung dieser verhältnismäßig kleinen Patientengruppe.
Nachdem es also lange Zeit in Deutschland keine entsprechende medizinische Versorgung für EMAH-Patienten gab, haben sich in den letzten Jahren die Bemühungen intensiviert, ein gewisses Netz an stationären und ambulanten Einrichtungen zur EMAH-Versorgung zu entwickeln.